Mittlerweile ist es sowie hier für Santa Cruz de La Palma als auch für den Rest der Insellandschaft Sommer geworden, d.h. die Palmeros gehen alles noch gelassener an, die Aufenthalte in den Cafés häufen sich und sind weit länger als zur Winterzeit; mancher Geschäftsinhaber tendiert zu einer über die Siestastunde hinaus reichenden Öffnungszeit bis 14 Uhr – um dann natürlich für den Rest des Tages zu schliessen. Finden kann man dann ihn und die Belegschaft am Strand. Ein in diesen Tagen gut besuchter Ort der Sommerfrische, für jeden, der nicht trotz wirtschaftlicher Krise in die Weite Umgebung fliegen kann. Und der Anteil dieser Daheimgebliebenen ist in diesem Jahr höher als sonst. Dafür bieten sich dem kundigen Inselurlauber aber auch ein breites Spektrum an kulturellen Veranstaltungen:
Musikkonzerte wie zum Beispiel mit der Gruppe „Soul Tellers“, die am 31. Juli um 21 Uhr im Teatro Chico ihrem Namen alle Ehre erweisen werden. Ebenso der polyfacette Luis Morera tauscht in lauen Sommernächten gern Pinsel oder Klüpfel und Meißel gegen das Mikrophon und gibt sodann am 2. August ein kleines aber feines Konzert in der Hauptstadt, genauer im Teatro Chico um 21 Uhr. Wer es auch gern ein bisschen rockiger und bluesiger mag, der kommt dann wenig später, am 8. August auf seine Kosten: Kein geringerer als die nationale Bluesgrösse und Inselfan Javier Vargas steht dem wohlwollenden Ohr des Zuhörers auf dem wunderbar gelegenen „Plaza Santo Domingo“ mit seiner Blues Band und einem Specialguest, dem Sänger Miguel Poveda, im Rahmen eines Open-Air-Konzerts zur Verfügung – ab 22 Uhr. Klassische Töne gibt es zwei Tage später an d e m Ort für sommergeniessende Opernfreunde: Im Klosterhof „Convento“ wird dort Verdís kongeniale Oper „La Traviata“ um 22 Uhr aufgeführt. Wer es nicht zur ersten Aufführung schafft, hat am 12. und am 14. August eine zweite Chance, dieses klassische Opernhighlight zu sehen.
Aber auch wer lieber den Sonnenlauf oder den Wellengang bis zum Tagesende beiwohnen möchte, dem bieten sich inselweit die besten Gelegenheiten. Wenn nicht jetzt, wann dann?
Ein schwarzer Fleck auf der Ferienaussichtskarte für heimische Studenten ist leider zu beklagen: Die hiesige Hauptstadtbibliothek „La Cosmológica“ muss entgegen ihren Gewohnheiten im August ihre Tore schliessen – und das unfreiwillig. Fehlende finanzielle (Personal-)Kostendeckung seitens des Rathauses lässt der Leitung bedauerlicherweise keine Wahl und den Studenten keine Möglichkeit, den riesigen Fundus zu nutzen.