Verfasst von: lapalmacast | 27. April 2008

Rastro vs. Playa

Wenn man zwei Kinder hat, die im schnellwachsenden Alter sind, fällt schon nach relativ kurzer Zeit eine Menge Kleidung aus den Schränken; vorzugsweise die, aus denen die lieben Kleinen schon herausgewachsen sind. Das Platzangebot in den Schränken, Regalen und in den Ecken ist naturgemäss limitiert, da bietet es sich an, über eine Form der „Weitergabe“ nachzudenken. Zuerst kommen da natürlich die kleineren Kinder in der Familie in Frage – in unserem Fall jedoch, geht diese Absatzmöglichkeit gen Null. Daher gingen wir gleich zur zweiten Variante über: dem Rastro – was in germanischen Sprachräumen gern als „Flohmarkt“ bezeichnet wird. Kurzum: Dieser findet heute in unserem Hause statt – privater Natur. Schon Tage vorher brachten wir daher an strategisch günstigen Inselorten entsprechende Hinweiszettel an, auf denen unsere kleine Veranstaltung detalliert angekündigt wurde. Das Angebot erstreckt sich von Kinderbetten, Autoschalen, Hängematten und Hängestühlen über Hochstühle, Wanderrucksäcke, Schuhen und Kleidung verschiedenster Art. Eigentlich, dachten wir, eine preiswerte Komplettausrüstung für werdende Eltern. So ist es denn auch, nur bedarf ein Angebot auch einer Nachfrage und diese ist heute… eher überschaubar. Dafür kamen Freunde auf ein Pläuschchen vorbei – und nahmen ein paar Sachen für ihre Kinder mit, die bei diesem Wetter – was die einzig sinnvolle Beschäftigung sein kann – im Meer nach Erfrischung tauchen; eine Beschäftigung der wir, nach Geschäftsschluss um 16 Uhr, auch nachgehen werden. Bis dahin wird über einen neuen Termin oder einen öffentlichen Flohmarktstand am nächsten Sonntag im Hafenbereich sinniert – und über das Kaufverhalten der Spanier bzw. Palmeros, die lieber viel Geld für neue Produkte ausgeben, als sich auch mal nach Alternativen umzusehen. 


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