Tatsächlich sind wir ja alle Ausländer, fast überall. Und für die ausländischen Mitbürger auf der Insel bedeutet dies natürlich, dass sie (Dauer-)Gäste sind. Es wird ein Ausländeranteil von grob 10 % geschätzt, das wären bei einer ungefähren Inselbevölkerung von etwas über 80000 Menschen immerhin satte 8000 Personen. Davon ist selbstverständlich nicht jeder deutscher Abstammung. Es gibt ja unter anderen auch noch die Südamerikaner, die neben uns Europäern einen grossen Anteil der ausländischen Bevölkerung auf La Palma stellen. Aber man käme wohl doch auf fast 5000 zumindest deutschsprachiger Inselbewohner, die mehr oder weniger resident, d.h. den überwiegenden Teil des Jahres, das Inseldasein geniessen. Im Vergleich zu den Südamerikanern, die zu grossen Teilen auf die Insel kommen, um Familienanschluss zu feiern und zu leben, wird den Mittel- bzw. Nordeuropäern ganz andere Gründe bewegen, auf die Insel überzusiedeln. Welcher Art werden sie wohl sein? Da wären die unübersehbaren Attribute, die die Insel für uns Nordlichter attraktiv machen: ein mildes Klima, eine atemberaubende Inseltopographie, die lässige Lebensart usw. Aber abgesehen von diesen „Öberflächlichkeiten“ hat darüber hinaus, einjeder seine eigene Inselgeschichte. Und diese werden teilweise unterschiedlichster Natur sein. Es wird mir ein Vergnügen sein, mal die eine oder andere „Inselgeschichte“ hier zu lesen. Und vor allem: Was sind nach ein paar Inseljahren aus den Träumen, Erwartungen und Hoffnungen geworden?
Verfasst von: lapalmacast | 18. April 2008
Ausländer und Emigrantenträume
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