Verfasst von: lapalmacast | 9. April 2008

Starke Böen und Chubascos

Jeder Inseltag lässt schon am Morgen die gleiche Diskussion vom Vortag losbrechen: Wird der Flughafen wieder angeflogen und vor allem abgeflogen werden können? Werden wichtige Strassenzüge wieder befahrbar sein? Wie stets mit der Agrikultur, wird sie nochmal davon kommen? Wenn man heute Besuch aus Berlin erwartet, wie in meinem Fall, liegt die Sache schon schnell relativ offen da: Alle Maschinen gehen zum Süd-Flughafen „Reina Sofía“ auf Tenerife und dort harren die urlaubsreifen Inselbesucher auf das OK für die Fähre am Abend. Nur ist eine solche Überfahrt, wenn sie denn realisiert wird, in diesem Fall alles Andere als eine vergnügliche Schiffsreise. Die Zeitungen reden von mittlerweile 50 Ausfällen am Flughafen, d.h. natürlich auch, dass die abreisewilligen Heimflieger gezwungenermassen schon seit Sonntag auf ein Startzeichen warten, wenn sie nicht mit einer Fährfahrt schon ihrem Inselaufenthalt ein zusätzliches Andenken abgewinnen konnten. Der Spanier spricht hier in den letzten Tagen von nichts anderem mehr als von „fuertes rachas“ und „chubascos“. Zwei wichtige Vokabeln, die einem in der letzten Zeit erhaben über jede Redepause hinweghelfen konnten. Die „starken Böen“ erreichten Geschwindigkeiten von bis zu 120 km/h und die „Regenschauer“ erstreckten sich schon mal über den gesamten Tag.


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