Verfasst von: lapalmacast | 7. April 2008

Regen auf La Palma

Eigentlich ist Regen ja ein Segen. Nicht nur, weil es sich reimt. Nein, der Regen sorgt für ein soziales Miteinander. Die Menschen drängen sich in Hausspalten und Eingängen und jeder kann mal wieder nach Herzenslust meckern, über’s Wetter. Wunderbar! Auf La Palma hat der Regen noch eine magische Komponente. Die Strassen sind leergefegt, wo sonst ein lautstarkes Herumsitzen auf Cafégestühl den Spätnachmittag einleitet, ist nur Plätschern zu hören. Als ob es sich um eine ansteckende Krankheit handeln würde, verriegelt die Inselbevölkerung Türen und Fenster. Und natürlich wird am frühen Morgen das Auto genommen, um die fünf Minuten zur Arbeit zu fahren. Oder den Bus. Die sind immer randvoll. Und laut. Denn, wenn nicht schon auf den Stühlen einer Caféterrasse, dann aber auf den Bussitzen, lässt es sich meckern über das Wetter, und gleich noch über die Wirtschaft und die Politik und überhaupt. Letztendlich wird immer wieder kommentiert, was jeder schon tausendmal erlebt hat; nasse Schuhe, kaputte Regenschirme oder vergessene Wäsche auf der Leine. Alt und immer wieder neu. „No para de llover!“ Regentropfen, die an mein Fenster tropfen…


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